Preisträger 2018

Die 7-köpfige Fachjury des Fanny Mendelssohn Förderpreises unter der Leitung des Musikkritikers Jürgen Kesting, einigte sich bei der Finalrunde in Hamburg auf den jungen Cellisten Christoph Heesch. Er überzeugte nicht nur durch sein intensives und facettenreiches Spiel, sondern auch durch ein innovatives Aufnahme-Konzept für seine Debüt CD. In den Jahren 1924 und 1925 entstanden vier Werke für Cello und kleines Orchester von vier verschiedenen Komponisten: Ernst Toch, Paul Hindemith, Jacques Ibert und Bohuslav Martinů. Die vier Werke haben die Gemeinsamkeit, dass sie sich mit stark reduziertem Orchester (maximal 12 Musiker) auf ein „Konzentrat der Instrumentalmusik“ festlegen. Für Christoph Heesch stellt sich die Frage nach der Öffnung des Begriffes „Konzert“ zu jener Zeit der „goldenen Zwanziger“.

Es ist mir ein großes Anliegen, diese Fragen mit einem Blick auf die Werke vier fantastischer Komponisten aus vollkommen unterschiedlichen Kulturkreisen, Schulen und Einflüssen zu betrachten. So können wir aus der Innovation unserer Vorgänger Inspiration und Ideen für unsere Zukunft schöpfen“, beschreibt Heesch seine Idee.

Der 1995 in Berlin geborene Christoph Heesch studiert derzeit an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt, nachdem er lange Jahre Schüler von Jens Peter Maintz war. Er wurde schon mehrfach bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, war Semifinalist des Königin-Elisabeth-Wettbewerbes 2017 und erhielt einen Sonderpreis des TONALI-Wettbewerbes für die beste Musikvermittlung. Das Album wird bei GENUIN realisiert und veröffentlicht.